Ólafur Elíasson

»starbrick«, 2009

Lichtmodule l Installation
Johanniterkirche

Ólafur Elíasson, »starbrick«, Foto Darko Todorovic

Die Frage nach der Art und Weise, wie Licht unsere Wahrnehmung und Erfahrung in der Welt beeinflusst, geht in der Arbeit des dänischen Künstlers Ólafur Elíasson einher mit dem Interesse an der komplexen Definition von Raum und den Möglichkeiten der Lichtmodulation. In dem LED-Lichtmodul »starbrick«, entwickelt in Kooperation mit dem Unternehmen Zumtobel, werden nach Elíasson drei Arten von Raum erzeugt, die erst in der inhärenten Beleuchtung ihre volle Kraft entfalten: die geometrische Struktur des Moduls selbst, der negative Raum in seinem Kern und der polyedrische Körper, der zwischen den Modulen beim Zusammenstecken entsteht. Wie der Name »starbrick« verspricht, kann durch Kombination mehrerer sternförmiger Module eine individuelle Form erzeugt werden, die in der jeweiligen Architektur unterschiedliche Funktionen übernimmt: Von der hängenden, scheinbar schwebenden Umgebungsleuchte bis hin zu architektonischen Elementen einer Wand, Säule oder abgehängten Decke ist das Prinzip orts- und situationsspezifisch umsetz- und erweiterbar. Die ästhetischen Möglichkeiten der Wirkung im und auf den Raum liegen weit gefächert zwischen geometrischer Konstruktion und Ordnung sowie anthropomorpher Anmutung in der schwarmähnlichen Ballung der Module.

http://www.olafureliasson.net